Rettungshunde – Trümmer – Training    

Mit freundlicher Unterstützung des BRH fand auf dem Trümmergelände des THW Gütersloh am ersten Tag ein besonderes Training für die Retter auf vier Pfoten statt. Neben den vielen Möglichkeiten, die das Gelände als solches an Herausforderungen bot, hatten die Organisatorinnen und Ausbilderinnen Petra Lerche, Claudia Koch und Edith Rosendahl mit ihrem Helferteam zusätzliche Hindernisse und Aufgaben vorbereitet. Tiefverstecke bei sommerlichen Temperaturen auffinden  –  Tunnelsysteme, bei denen auch für Kenner des Areals immer wieder die Hunde überraschend tief eindringen und neue Wege finden um an eingebrachte Versteckpersonen zu gelangen oder sie aufzuspüren  –  das ist Nasenarbeit auf hohem Niveau. Auf dem Gelände lässt sich so manche Szene darstellen und durch gezielte Suchaktionen ausarbeiten. So kam auch die gemischte Truppe, bestehend aus alten erfahrenen und jungen Hunden und deren Ausbilder nicht zu kurz. Ein reger Austausch unter den Teilnehmern brachte viel Input. Jeder war engagiert, was immer auch mit einer gewissen Überwindung verbunden war, denn nicht selten hatte sich in dem unterirdischen Labyrinth und den Mauernischen alles Mögliche an Untermietern eingenistet. Ausnahmslos waren alle bereit, sich für das Auffinden und Bergen zur Verfügung zu stellen. Dies ist besonders wichtig damit sich die Hunde nicht nur an einer Person orientieren und evtl. nur deren besonderen Geruch anzeigen. Training im Team und mit der Gruppe macht Spaß und ist ausdrücklich gewollt.  Unmöglich für den Hund, einen direkten Kontakt zur Versteckperson zu bekommen, das war das Trainingsziel. Hier liegt der große Unterschied zum Training in der Fläche. Jeder Prüfungsstufe ist immer eine verdeckte Anzeige vorgeschaltet. Dies wurde gesondert in einer mitgebrachten Verbell-Box trainiert. Der zweite Tag sollte den Hunden auf andere Art und Weise einiges abverlangen. In einer alten Industriebrache in Warendorf waren Verstecke vorbereitet, deren Zugänglichkeit oft durch unangenehmes Material blockiert oder verbaut war. Ein Rettungshund muss wesensfest, gesund und sozialverträglich sein. Er braucht eine hohe körperliche und geistige Fitness, einen starken Spiel- oder Beutetrieb sowie absolute Nervenstärke, um die an ihn gestellten Aufgaben zu erfüllen. Der Bezug zum Menschen und ein absoluter Finderwille sind ideale Voraussetzungen. Auch lernt der Hund selbstständig die an ihn gestellten Aufgaben zu meistern. Der Austausch und das gemeinsame Training mit der Rettungshundestaffel des BRH war eine tolle Bereicherung und so wurde auch gleich vereinbart  –  das müssen wir unbedingt vertiefen. Wie heißt es so schön „ohne Mampf kein Kampf“ und damit ganz herzlichen Dank an das Küchenteam, das keine Mühe gescheut hatte, ihr gesamtes Equipment in den Außenbereich zu verlagern. Freuen wir uns auf das kommende Event im Spezialhundewesen, die BSP-Spezial und SV-DM-Rettungshunde vom 03. Bis 06. September in Rochlitz (LG Sachsen). Werner Schlinkert LG Beauftragter für Spezialhunde in Westfalen   werner.schlinkert@t-online.de

Ankündigung BSP Spezialhunde

Bundessiegerprüfung Spezialhunde Auf nach Rochlitz in die LG Sachsen. Hier findet in diesem Jahr die 10. BSP für Rettungshunde statt. Integriert ist der Spürhundesport und für alle SV-Mitglieder die keinen DSH haben die SV Deutsche Meisterschaft. Erstmals wird auch die Sparte „WasserRettung“ eingebunden. Hallo liebe Spezialisten aus Westfalen, auch wir wollen wieder mit einer starken Mannschaft teilnehmen. Die Meldescheine zur BSP-Spezialhunde sind jetzt online. Wir freuen uns auf eure Teilnahme. Die Meldungen zunächst an mich bis zum 10.08.2026. Werner.schlinkert@t-online.de Danach überweist ihr die Startgebühr selbst und schickt auch bitte ein Foto direkt zur HG. https://www.schaeferhunde.de/bsp-rh/meldeschein. Freuen wir uns auf eine gesellige und spannende Veranstaltung Werner Schlinkert LG Beauftragter für Spezialhunde

Jahresbericht Spezialhundesport

Spezialhundesport in Westfalen Jahresbericht 2025 Nachdem wir in 2024 mit Stolz auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurückblicken konnten, war das vergangene Jahr von Umbruch und Aufbau geprägt. Die zuverlässig agierenden Teams in allen Sparten des Spezialhundesports haben sich, dem Alter geschuldet, zurückgenommen. Nachrückende vielversprechende Hundeführer*Innen mit ihren geliebten Vierbeinern sammelten Erfahrungen und werden sich in zukünftigen Wettbewerben sicherlich erneut erfolgreich präsentieren. Wünschen wir ihnen viel Erfolg und vor allem Spaß und Freude mit unserem interessanten Hobby. Mögen sie im Training innerhalb der Gruppen andere anstecken und mitreißen. Das Jahr 2025 stellte aufgrund der überarbeiteten Prüfungsordnungen sowohl im Rettungshunde- als auch im Spürhundesport bezüglich der Ausbildung und Vorführung hohe Anforderungen an die Teams. In der Flächensuche „Stufe B“ haben sich die Anforderungen gravierend verändert. Hier ist besonders das Lenken und Leiten im Gelände, in besonderem Masse aber auch die Kondition gefordert. Im Spürhundesport wurden die Anforderungen in der Abteilung „Unterordnung/Gewandtheit“ stärker herausgearbeitet. Diese spiegeln sich in der Statistik deutlich wider. Es ist leider so gekommen wie vorhergesagt und es war auch schon in der Prüfungssaison zu spüren: RH T-B           minus 45 % RH FL-B         minus 54 %                Insgesamt 48 % weniger Prüfungen bundesweit RH MT           minus 64 % Festzustellen bleibt bundesweit, dass in den Sparten MT-B 40 %, T-B 37 %, F-B 34 % und FL-B 27 % das Ziel nicht erreichen konnten. In MT wurde in unserer Landesgruppe im vergangenen Jahr keine Prüfung ausgerichtet. In der FL nahmen zur Hälfte andersrassige Hunde teil. Gleiches gilt auch für den Spürhundesport. Hier lässt die Statistik noch wenig Aussage zu, da die neue PO nach der BSP erst in Kraft getreten war. Immerhin, fast 20 % aller Spürhundeprüfungen im Jahre 2025 fanden in Westfalen statt. Der Spürhundesport, ein interessantes Angebot für die Hundewelt, ist ausbaufähig und wird sich sicherlich in den kommenden Jahren einem breiteren Kreis der Hundefreunde öffnen. Die aktuelle Rettungshunde-PO der FCI/IRO findet in den Einsatzorganisationen keine Akzeptanz, was dem Umstand geschuldet ist, dass der Rettungshundesport heute Ausführungen verlangt, die mit den realen Aufgaben der Hilfsorganisationen nicht viel gemein haben. Teils sind sie kontraproduktiv für die Teamausbildung und Aufgabenumsetzung in realen Situationen. Im Ausschuss und weiterführend im VDH werden wir hier zu beraten. Wir dürfen diese wichtige Interessensgruppe für den Sportbereich nicht verlieren. Über die Entwicklung werde ich zu gegebener Zeit berichten. Doch nun ein kurzer Rückblick unsere LG betreffend. Bezüglich der Fortbildung und Information fanden Seminare in Kombination mit Workshops statt: am 04.01.2025 als besondere Herausforderung eine Suchübung im Bergwerk am 23.02.2025 Thema “die neue IPO-R“ in der OG Bamenohl am 18.05.2025 Trümmertraining mit angegliederter Prüfung in Malchin am 06.06.2025 Thema Spüren in der Praxis in der OG Bamenohl am 15.06.2025 die neue Spürgebrauchshundeprüfung in der OG Wulfen am 13.07.2025 im Rahmen des Basis-Seminars Vorstellung des Spezialhundesports am 14.09.2025 Thema Spüren in der Praxis in der OG Bamenohl Ausführliche Berichte dazu fanden sich in der Westfalennotiz und auf unserer Webseite. An dieser Stelle, im Namen der Hundesportler*Innen, ganz herzlichen Dank an die Ortsgruppen mit ihren Helferteams und unseren Leistungsrichtern Paul Pankoke, Jörg Remmecke und Ludger Vortkamp für ihre Einsätze. Ohne Euch gebe es dieses wundervolle Hobby nicht. Überregional waren wir Westfalen auch wieder dabei: am 28.07.2025 ein Pokalkampf für Spürhunde, ausgerichtet von der LG Berlin-Brandenburg eine gute Werbeveranstaltung für den Spürhundesport auf dem großzügigen Gelände der OG Zehlendorf am 08.-10.08.2025 die Landesmeisterschaft in der OG Wulfen eine Veranstaltung mit viel Charme, liebevoll vorbereitet Landesmeisterin FL-B wurde Marion Scheidner mit Effendra Landesmeisterin SGP-B wurde Celina Hortlik mit Meyra aus der Soester Börde am 16.-21.09.2025 IRO-WM in Londonka, Tschechische Republik hier konnte sich leider kein Westfale qualifizieren, der SV entsendete 4 Teilnehmerinnen in Fährte und Fläche. Brigitte Sauter holte den WM-Titel in der Sparte Fährte am 02.-06.10.2025 BSP-Spezial in der LG Niedersachsen, OG Celle Westfalen war mit 10 Teilnehmern in Fläche, Trümmer und Spüren am Start. In den Stufen B konnte leider kein Team das Ziel erreichen. Erfreulich dagegen die beiden Neulinge. Edith Rosendahl mit R-Simba vom Herdecker Bach erreichte in der Fläche-A den 2. Platz und Martin Schmidt mit Kiri in der Parallelveranstaltung SV-DM ebenfalls den 2. Platz in der Fläche-A Vorläufige Termine 2026 18. Januar 2026 Richter-Schulung RH-V in OG Wanne 03.-04. April 2026 Spürhund-Workshop in OG Ahlen/Pelkum (Lizenzerwerb, Verlängerung) 04.-08. Mai 2026 Trümmertraining Malchin mit Prüfung 08.-09. August 2026 Trümmer-Workshop in OG Ahlen/Pelkum (Lizenzerwerb, Verlängerung) 03.-06. Sept. 2026 BSP-Spezial in der Landesgruppe Sachsen, OG Rochlitz 13.-15. Nov. 2026 Landesmeisterschaft in der OG Ahlen/Pelkum (LR.: Jörg Remmecke) Freuen wir uns wieder auf ein sportlich faires und mit viel Spaß verbundenes Jahr. Bleibt gesund und wie sagt der Westfale. Glückauf  Woll Werner Schlinkert Landesbeauftragter für Spezialhunde in Westfalen werner.schlinkert@t-online.de